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Apnoetauchen im DUC-Krefeld

Apnoetauchen, auch Freitauchen genannt, ist Tauchen mit der eigenen Atemluft. Der Taucher atmet vor dem Abtauchen ein und benutzt nur diesen Luftvorrat. Den Zeitraum zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen bezeichnet man als Apnoe (griech.: Nichtatmung, Atemstillstand).

 

Apnoetauchen ist die älteste und ursprünglichste Form des Tauchens. Bereits in der Steinzeit haben Apnoetaucher zum Beispiel Muscheln, Schwämme und Perlen gesammelt sowie Fische mit Speeren gejagt. Ein Teil der Paläoanthropologen diskutiert die Theorie, dass sich große Teile der Menschwerdung sogar aquatisch (im Wasser lebend) vollzogen haben.

 

Heutzutage wird Apnoetauchen als Freizeit-, aber auch als Leistungs- bzw. Extremsport betrieben. Im Freizeitbereich (Breitensport) geht es vor allem um die Erkundung der Unterwasserwelt und um die allgemeine Konditionierung für das Flaschentauchen. Im Leistungssport hingegen werden durch gezieltes Training immer längere Apnoezeiten bzw. Strecken- und Tiefenleistungen angestrebt.

 

 

Apnoetauchen im VDST (Breitensport)

Für das für das Apnoetauchen im Breitensport gelten 10 Sicherheitsregeln:

 

1. Das Ausbildungsziel ist die Freude an der Erkundung

der Unterwasserwelt mit angehaltenem Atem

2. Tauche und trainiere nie allein

3. Verwende genügend Vorbereitungszeit

4. Keine Hyperventilation vor dem Abtauchen

5. Rechtzeitiger Druckausgleich

6. 75m Strecke, 25m Tiefe und 3 min Zeittauchen sind genug

7. Habe Deinen Partner immer im Blickfeld

8. Achte immer auf die richtige Tarierung

9. Apnoe- immer vor dem Gerätetauchen

10. Benutze Führungsseil und Oberflächenboje

 

Hierzu gehört auch das VDST/CMAS Brevetierungssystem.

 

 

Apnoetauchen als Leistungssport (AIDA)

Für Wettkämpfe und Rekordversuche gibt es ein allgemein anerkanntes Regelwerk des Verbandes der Freitaucher AIDA. Dieses umfangreiche Regelwerk schreibt verbindliche Sicherheitsstandards, sowie die Bedingungen für die Anerkennung der Leistungen und Rekorde vor.

Die wichtigste Regel ist, dass der Athlet seine Performance bei vollem Bewusstsein und ohne Hilfeleistung realisieren muss. Verliert er das Bewusstsein oder benötigt er zu seiner Sicherheit fremde Hilfe, wird er disqualifiziert und seine Leistung nicht bewertet. Die jeweilige Disziplin endet nachdem die [Atemöffnungen] das Wasser verlassen haben und ein in den Regeln genau festgeschriebenes Protokoll erfüllt wurde.

 

Beim Apnoeleistungssport unterscheidet man zwischen den Pooldisziplinen:

 

- Zeittauchen (Statik/STA)

- Streckentauchen mit Flossen (Dynamic with fins/DWF),

- Streckentauchen ohne Flossen (Dynamic without fins/DNF)

 

und den Tieftauchdisziplinen:

 

- Tieftauchen mit konstantem Gewicht ohne Flossen

(Constant Weight without fins/CNF)

- Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit Flossen

(Constant weight/CWF)

- Tieftauchen mit konstantem Gewicht ohne Flossen durch ziehen in die Tiefe

(Free Immersion/Immersion Libre (FIM)


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